Die Herren I der TSG Offenbach-Bürgel haben ihr Heimspiel gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden mit 38:30 (18:19) gewonnen. Dank dieser beiden Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt steht die TSG aktuell mit 19:17 Punkten auf einem trügerischen 5. Tabellenplatz. Trügerisch deshalb, weil der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang (Platz 11, Vellmar, 16:20 Punkte) nur drei Punkte beträgt.
Die Hausherren starteten unglücklich in die Begegnung. Wie so oft in den vergangenen Spielen tat man sich zunächst mit dem Torabschluss schwer und es wurden zu viele technische Fehler gemacht. Da in der Abwehr zudem überflüssige Tore kassiert wurden, stand es nach 15 Minuten nur 9:9 statt 13:7 für Bürgel. Die Fehler in der Offensive wurden anschließend zwar abgestellt, die Defensive tat sich bis zur Pause aber weiterhin schwer, die gut den Ball laufen lassenden Gäste zu unterbinden. So erzielte beide Mannschaften Tor um Tor, ehe beim 18:19 aus Bürgeler Sicht die Seiten gewechselt wurden.
Die Halbzeitansprache wurde genutzt, um die Mannschaft noch mal auf die Abwehrarbeit einzuschweißen und zudem die Ansage zu machen, im Angriff weiter mit vielen Kreuzbewegungen und Tempo zu arbeiten. Die Vorgaben wurden mit Wiederanpfiff gut umgesetzt und die TSG ging beim 20:19 wieder in Führung. In Folge entwickelte sich ein eng umkämpftes Spiel, bei dem die TSG nach einem zwischenzeitlichen 20:22-Rückstand schnell die Kontrolle übernahm und stets ein bis zwei Tore vorlegen konnte. Da in dieser Phase aber zum wiederholten Male in dieser Spielzeit zu viele unnötige Zeitstrafen kassiert wurden, gelang es nicht, den Vorsprung vorentscheidend zu vergrößern. Dies gelang endlich beim 32:29, als bei einer Unterzahlsituationen der sechste Feldspieler gebracht wurde und somit eine gleichzeitige Zeitstrafe der Gäste ausgenutzt wurde. Wiesbaden verlor im Anschluss die Linie, schloss zu früh ab und machte seinerseits zu viele Fehler. Zudem vernagelte der ohnehin stark aufgelegte Marvin Hoppenstaedt in den letzten Minuten seinen Kasten, sodass Wiesbaden außer dem direkten Anschluss kein einziger Treffer mehr gelang. Die TSG spielte sich in der Schlussphase dann in einen Rausch und schraubte das Ergebnis auf 38:30 nach oben.
Beim Blick auf die enge Tabellenkonstellation war dieser Sieg umso wichtiger, zumal jetzt neben den direkten Vergleichen gegen Dotzheim und Gesungen dies auch gegen Wiesbaden gelungen ist. Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit wie gegen Kahl bewiesen, dass sie ihren Heimvorteil in einer abermals gut gefüllten Halle nutzen will, um die fehlenden Punkte im Abstiegsrennen zu Hause zu holen. Dieser Einsatz, dieser Wille und die tolle Unterstützung müssen Vorbild für die kommenden Aufgaben sein.
Nächsten Samstag reist die TSG zum Tabellennachbarn aus Wettenberg (6. Platz/ 18:16 Punkte). Anpfiff ist bereits um 18 Uhr in der Grundschule Launsbach, Wettenberg. Gegen Wettenberg zeigte Bürgel eine der stärksten Leistungen in der Hinrunde und bezwang die HSG verdient mit 32:27. Wettenberg hat in eigener Halle allerdinge bisher erst ein Spiel verloren und hat mit einem Unentschieden vor zwei Wochen gegen die Spitzenmannschaft aus Kleenheim aufhorchen lassen. Die TSG muss sich auf eine stabile 6:0-Deckung vorbereiten und hofft bei einem weiteren Duell im Kampf um den Klassenerhalt auf zahlreiche Unterstützung ihrer Anhänger. Für die Fahrt nach Wettenberg soll ein Bus organisiert werden – bei Interesse einfach unter den Artikel auf der Facebook-Seite kommentieren. Auf geht’s TSG!
TSG: Hoppenstaedt, Gezer; Kaiser, Zahn, Gotta (4), Nastos (2), Rivic (7), Müller (3), Hofmann (9), Lenort (9/4), Cohen (3), Steinheimer, Lehmann (1)
7m: 4/4 – 3/4
Zeitstrafen: 8 – 6
Zuschauer: 350