Man merkte gleich die besondere Atmosphäre, die eine Derby so inne hat. Diese lockte auch rund 100 Zuschauer in die Halle. Beiden Mannschaften waren sich darüber hinaus auch
der Bedeutung des Spiels bewusst, da sich der Tabellenerste (OFC) und der Dritte (TSG) gegenüberstanden.
Entsprechend nervös begannen beide Seiten das Spiel. Die Gastgeberinnen fanden jedoch schneller zu ihrem Spiel und legten eine 3:0-Führung vor. Zwar fand nun auch unsere Mann-
schaft den Weg zum Tor, aber man musste einige Zeit einem Zwei-Tore-Rückstand  nachlaufen. Mitte der ersten Halbzeit stabilisierte sich aber die Leistung unserer Damen und man
konnte erstmals ausgleichen. Insbesondere Marlene Winter war vom Gegner nur schwer in den Griff zu bekommen. In der Folgezeit blieb es ein hart umkämpftes Derby, in dem sich
keine Mannschaft absetzen konnte. Auch als unsere Damen in der Schlussphase mit zwei Toren in Führung gingen (11:9) konnte man diesen nicht behaupten. Mit 11:11 wurden die Seiten ge-
wechselt.
Im Zweiten Durchgang wurde den zahlreichen Zuschauern weiterhin ein spannendes Spiel geboten. Das Spiel hielt was es versprochen hatte ! Derby heißt Kampf, Emotionen und Leidenschaft und
dies alles zeigten beide Mannschaften. Keine der beiden Seiten wollte sich frühzeitig geschlagen geben und so blieb es spannend. Die Spannung auf dem Feld übertrug sich auch auf die
Zuschauer und diese trieben ihre Mannschaften immer wieder an. Der Knackpunkt im Spiel, der das Pendel zu unseren Gunsten schlagen ließ, war ausgerechnet eine Zeitstrafe gegen unser
Team in der 50. Minute. Eigentlich eine Zeitstrafe zur Unzeit – eigentlich…! Unsere Mannschaft rückte noch enger zusammen, puschte sich und überstand die Unterzahl ohne großen Schaden.
In der Endphase des Spiel behielt Samedina Memovic die Ruhe und Übersicht und Vanessa Hellstern zeigte keine Nerven und netzte alle Würfe ein. Als unsere Damen mit drei Toren in
Führung gingen, verloren die Gastgeberinnen ihren spielerischen Faden. Diese Fehler wurden nun von unserer Mannschaft konsequent genutzt. Als der Vorsprung auf vier Tore anwuchs und
die Uhr noch 4 Minuten Spielzeit anzeigte, wurde es langsam allen bewusst, der Derbysieg war in greifbarer Nähe. Die letzten Kräfte wurden mobilisiert, um dem Gegner nicht mehr die Chance
zu geben das Spiel zu drehen. Den Schlusspunkte setzte dann Marlene Winter, die mit einem beherzten Wurf den 25:19 Endstand erzielte. Danach ertönte die Schlusssirene und der Jubel
kannte keine Grenzen. Ausgelassen feierten unsere Damen den Sieg und es hallte durch die Edith-Stein-Schule: “Derbysieger, Derbysieger, Hey, Hey, Derbysieger, Derbysieger !”.
Trainer Kaiser nach dem Spiel: “Es war ein Derby, das alles hielt was es im Vorfeld versprach. Zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die um jeden Zentimeter Hallenboden und um jedes Tor
kämpften. Ein großes Lob an mein ganzes Team. Das wir die Halle als Sieger verliessen, war der mannschaftlich geschlossenen und disziplinierte Auftritt über die ganze Spielzeit. Ent-
scheident war aber auch, das wir die Hauptwaffe des Gegners, den Tempogegenstoss, fast vollständig verhindern konnten. Einen ganz, ganz großen Dank an unsere zahlreichen Fans,
die uns toll angefeuert und unterstützt haben. Jetzt gilt es sich aber auf unsere neue Aufgabe zu konzentrieren, den mit der HSG Isenburg/Zeppelinheim wartet am Wochenende der
nächste schwere Gegner auf uns.”
 
Spielerinnen: Schäfer, Scheuerman; Hellstern 4, A. Hof 1, L. Hof, Jochheim, Memovic 2, Millmann, Rümmelein 5/2, Sattler, C. Schmitt 2, M. Schmitt 1, Tremmel 1 u. Winter 9/2
 
Spielfilm: 3:0, 4:1, 5:3, 6:6, 8:8, 9:11, 11:11 | 13:12, 14:14, 16:17, 16:20, 18:22, 19:25
 
7-Meter: TSG = 5/4 | OFC = 2/2
Zeitstrafen: TSG = 1 | OFC = 3