Die Herren I der TSG Offenbach/Bürgel haben ihr zweites Heimspiel in Serie verloren. Gegen die TSG Münster stand es am Ende 26:30 (13:14). Mit jetzt 8:8 Punkte belegt die TSG den 8. Tabellenplatz und hat nur noch 3 Punkte Abstand auf einen Abstiegsrang.
Bürgel kam wie so oft schlecht ins Spiel und lag schnell mit 0:3 in Rückstand. Der Torhüter der Gäste hatte seine Hausaufgaben gemacht und kannte von allen Schützen der TSG die Lieblingsecke. So hielt er gleich die ersten vier freien Würfe und war fortan in den Köpfen der Bürgeler Spieler. Da die eigene Abwehr den Gegner immer wieder zu lange spielen ließ, war es ein leichtes für Münster sich klare Torchancen zu erspielen. Zwar zeigte man in den ersten 30 Minuten eine couragierte Abwehrleistung, doch machten individuelle Fehler und auch hin und wieder Pech die gute Arbeit zu oft zunichte. So lief man ständig einem Rückstand hinterher und vergab auch weiterhin viel zu viele gute Chancen.
Nach dem Seitenwechsel bemerkte man dann das verletzungsbedingte Fehlen von Tim Büdel und Lukas Kaiser als Alternativen für die Abwehr im Innenblock an allen Ecken und Enden. Die nachlassenden Kräfte führten dazu, dass Münster weitere gefühlt Tore nach Belieben werfen konnte während die TSG auch weiterhin ein ums andere Mal am gegnerischen Torwart verzweifelte. Eine Kombination, die in der 42. Minute zu einem 18:23-Rückstand führte. Davon erholte sich die TSG dann auch nicht mehr. Zwar gelang noch einmal der Anschluss auf 26:28, doch die Kräfte waren zu diesem Zeitpunkt schon aufgebraucht. Münster spielte die letzten Minuten dann souverän zu Ende und holte einen letztendlich an diesem Tag verdienten Sieg.
Mit einer besseren Chancenauswertung wäre auch trotz der Ausfälle zweier tragender Säulen in der Abwehr ein Sieg möglich gewesen. Doch hier fehlte immer wieder die Cleverness, was auch erneut drei verworfene Strafwürfe zeigen.
Am kommenden Sonntag geht es nun zu allem Überfluss zum bislang absolut souverän auftretenden Tabellenführer nach Kleenheim. Anpfiff in Langgöns ist um 18:00 Uhr. Mit bislang erst einer Niederlage, den meisten geworfenen Toren und einer der besten Abwehrreihen der Liga hat die TSG einen scheinbar übermächtig wirkenden Gegner vor der Brust. Hoffnung macht aber, das bislang gerade gegen soclhe Gegner (Wetzlar II und Kirchzell) die besten Saisonleistungen gezeigt wurden – vielleicht gelingt also doch eine Überraschung. Die Mannschaft hofft auf zehlreiche Unterstützung bei diesem Versuch. Auf geht’s TSG!
TSG: Hoppenstaedt, Gezer; Georg, Zahn, Müller (1), Kretschmann (3), Wagenknecht (5/2), Hofmann (4), Lenort (5/1), Cohen (4), Steinheimer (2/1), Feuring (2), Lehmann
Strafwürfe: 3/6 – 3/3
Zeitstrafen: 3 – 3
Zuschauer: 300
Spielfilm: 0:3; 3:6; 7:7; 10:10; 10:13; 13:14; – 13:15; 17:18; 18:23; 22:25; 24:28; 26:28; 26:30