Die Herren I der TSG Offenbach/Bürgel haben in der Oberliga Hessen beim Spitzenreiter Kleenheim eine gute Leistung gezeigt. Am Ende stand man jedoch beim 30:35 (16:17) verdient mit leeren Händen da. Mit 8:10 Punkten belegt die TSG weitenhin den 8. Tabellenplatz.
Bürgel kam gut ins Spiel, agierte im Angriff druckvoll und stellte die Hausherren mit einer 5:1-Abwehr vor einige Probleme. Leider wurden aber wie zuletzt häufig schon früh zu viele Fehler in der 1. und 2. Welle gemacht, sodass man aus den Ballverlusten der HSG kein Kapital schlagen konnte. Mit zunehmender Spieldauer gelang es Kleenheim dann immer besser Lösungen gegen die TSG-Defensive zu finden und vor allem immer wieder den starken Rechtaußen David Straßheim (11 Tore) in Wurfposition zu bringen. Bürgel hielt offensiv dagegen und somit die Partie offen. Beim Stand von 16:17 wurden die Seiten gewechselt.
Nach Wiederanpfiff zeigte sich zunächst das gleiche Bild wie in Abschnitt eins. Doch in der 35. Minute kassierte man eine fragwürdige Zeitstrafe, die Kleenheim clever ausspielte und im Anschluss mit 19:23 in Führung ging. Zwar stemmte die TSG sich gegen die drohende Niederlage und verkürzte immer wieder, doch die HSG ließ sich nicht mehr aus dem Rythmus bringen und spielte den Vorsprung souverän und im Stile einer Spitzenmannschaft nach Hause.
Das Spiel hat deutlich gemacht, was die TSG noch von einer Mannschaft aus der Spitzengruppe unterscheidet. Während Kleenheim über fast die gesamten 60 Minuten taktisch diszipliniert, konsequent und ohne große Fehler spielte, gab es im Spiel des Bürgeler Teams immer wieder Phasen, in denen man zu hektisch agierte. Grundsätzlich war man sowohl offensiv, als auch defensiv in der Lage mit dem Tabellenführer mitzuhalten – am Ende waren es die Fehler und mangelnde Cleverness, die einen Punktgewinn verhinderte.
Diese gute Leistung gilt es jetzt zu kompensieren und im kommenden Spiel über möglichst die volle Spielzeit aufs Parkett zu bringen. An Motivation hierzu dürfte es keinem Spieler mangeln, schließlich steht am Freitag um 20 Uhr das Derby gegen Aufsteiger Babenhausen an. Die SG spielt bislang eine überzeugende Saison mit Höhen und Tiefen, vor allem die extrem offensiv agierende Deckung hat schon viele Gegner das Fürchten gelehrt. Hier gilt es Lösungen zu finden und mit einer vollen Halle und lautstarker Unterstützung im Rücken in eigener Halle wichtige Zähler zu holen. Auf geht’s TSG!
TSG: Hoppenstaedt, Gezer; Kaiser (1), Zahn, Müller (2), Kretschmann (7), Wagenknecht (2), Hofmann (5), Lenort (8/1), Feldmann, Cohen (3), Feuring, Lehmann
Strafwürfe: 8/8 – 1/1
Zeitstrafen: 3 – 3
Zuschauer: 150