Die Herren I der TSG Offenbach/Bürgel haben in der Oberliga Hessen im 2. Jahr in Folge ihr Auswärtsspiel bei der ESG Gensungen/Felsberg mit einem Tor verloren. Dieses Mal stand es am Ende eines Spieles ohne Abwehr 37:38 (19:18) für die Heimmanschaft. Somit steht die TSG zur Winterpause bei einem ausggelichenen Punkteverhältnis von 12:12 Punkten und belegt den 7. Tabellenplatz.
Die TSG kam gut ins Spiel und war in der Abwehr optimal auf die Starke Achse Rückraum Mitte/Kreis der Gensunger eingestellt. Die Hausherren entwickelten kaum Gefahr im Angriff sodass Bürgel schnell Bälle gewinnen konnte leichte eigene Tore warf. Mit etwas mehr Glück und Clverness wäre hier nach 10 Minuten bereits ein 8:2 möglich gewesen. Stattdessen vergab man einige Wurfchancen und Gensungen verlagerte das Spiel geschickt auf den rechten Rückraum, wo immer wieder Durchbrüche gelangen. So stand es schnell ausgeglichen, ehe die TSG mit einem Zwischenspurt auf 10:6 davon zog. Da allerdings schon früh zu erkennen war, dass die TSG-Abwehr mal wieder viel zu löchrig agierte, bewahrte Gensungen die Ruhe und holte bis zur Pause den Rückstand auf. Mit nur einem Tor Vorsprung ging man beim 19:18 in den zweiten Abschnitt.
In diesen starteten beide Mannschaften zunächst unverändert. Selbst keine Abwehr spielen und dafür vorne Tor um Tor werfen. Das ging für die TSG so lange gut, ehe man von der 37. – 43. Minute beim Stand von 25:22 plötzlich kein Tor mehr erzielen konnte und den Keeper der Hausherren warm schoss. Der ESG gelang ein 7:0-Lauf und mit einem mal lag die TSG mit 25:29 zurück. Die Mannschaft bewies jedoch Moral und gab bis zum Ende nicht auf. Zwar erlaubte man sich noch immer zu viele Fehler, dennoch glaubte man weiter an einen Punktgewinn. In Überzahl hatte man dann auch die Chance, den Ausgleich zu erzielen, vergab diese jedoch.
Den Abpraller sicherten sich die Gensunger und in Folge brach komplette Verwirrung aus. Die TSG ging sofort in eine Manndeckung über, was den Ballführer der Heimmanschaft dazu brachte, den Ball länger als in den Regeln erlaubt in der Hand zu halten. Dies ahndeten die Schiedsrichter auch und sprachen der TSG den Ball zu. Als der Pfiff bereits ertönt war, legte der Trainer von Gensungen noch schnell die Grüne Karte und bekam unrechtmäßig vom Kampfgericht die Auszeit zugesprochen. So blieb die ESG zum Unverständnis der Bürgeler in Ballbesitz und erzielten nach iherer Auszeit das 36:38 – die Vorentscheidung.
Nach nun 12 gespielten Partien knüpft die Mannschaft nahtlos an ihre Spielweise aus der Vorsaison an. Mit 378 geworfenen Toren hat man den stärksten Angriff der Liga – mehr als die eigenen 366 Gegentore haben jedoch auch nur drei Teams kassiert. Bürgel heißt also Spektakel – leider aufgrund der eigenen Abwehr zu oft mit negativem Ausgang. Für die Rückrunde gilt also ganz klar die Zielsetzung, die eigenen Defensive zu stabilisieren ohne dabei im Angriff an Durchschlagskraft einzubüßen. Helfen soll dabei Michael Nath, der die TSG zur Rückrunde verstärken wird. Michael wechselt vom 3. Ligisten SG Bruchköbel nach Bürgel. In den vergangenen Spielzeiten zählte er vor dem Aufstieg der SG in der Oberliga Jahr für Jahr zu den besten Torschützen, war aber ebenfalls starker Rückhalt in der Defensive des letzjährigen Oberliga-Meisters.
Das erste Spiel im neuen Jahr steht für die Herren I am Samstag, den 20. Januar um 19:00 Uhr an. Zu Gast in der ESO Sportfabrik wird dann die MSG Groß-Umstadt/Habitzheim sein. Als Absteiger war Umstadt vor der Saison als ein Favorit auf den Aufstieg gehandelt worden, setzte den Saisonstart aber gehörig in den Sand. Nach einem Trainerwechsel hat man sich inzwischen gefangen und steht mit 10:14 Punkten nur einen Platz hinter der TSG in der Tabelle. Mit ihrer unangenehm zu bespielenden 3:2:1-Abwehr ist die MSG zum Jahresauftakt gleich ein echter Gradmesser für die TSG.
Bis dahin wünscht die Mannschaft allen Fans und Unterstützern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2018!
TSG: Hoppenstaedt, Gezer; Kaiser (4), Zahn, Kaeseberg, Müller, Kretschmann (7), Wagenknecht (5), Hofmann (3), Lenort (11/7), Cohen (2), Steinheimer (1), Feuring (1), Lehmann (1)
Zeitstrafen: 8 – 3
Strafwürfe: 7/7 – 9/12
Zuschauer: 350