Tabelle wiederfindet. Das Hinspiel war am Ende eine klare Angelegenheit für die Bürgeler Frauen, auch wenn man lange Probleme hatte die Achse Rückraum-Kreis auszuschalten. Kurzfristig musste auf den Einsatz von Anna-Lena Seitz verzichtet werden, da ihr Knie immer noch Probleme macht. Zu ihrem ersten Einsatz im Trikot der TSG hingegen kam Rückkehrerin Anna Hoffmann.
Nach leichten Anlaufschwierigkeiten mit vielen Abstimmungsproblemen in der Defensive und zu vielen Ungenauigkeiten im Angriff, fand die TSG Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Anfangs fehlte es am Timing und Nachschieben sowie dem Agieren gegen den Ball in der 3-2-1-Abwehr, die den Rückraum nicht ins Laufen kommen lassen sollte und die Kreisanspiele verhindern sollte. So konnte im rechten Rückraum der Gäste immer wieder ein erfolgreiches 1gg1 angesetzt oder aus dem linken Rückraum geworfen werden. Nach vorne wurde zu unüberlegt und fahrig gespielt, wodurch kein Tempospiel aufgezogen werden konnte und zu viele Bälle nicht genau genug beim Empfänger ankamen. Nach einer Auszeit und einer kleinen Umstellung wurde es besser. Die Abwehr brachte nun immer häufiger die Hände zwischen Ball und Gegner bzw. Tor, vor allem Sonja Müller war immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Über viel Bewegung in der zweiten Welle wurden Räume geschaffen, die zu aussichtsreichen Torchancen führten oder der gebundene Angriff fand mit zwei Kreisspielern immer wieder ein erfolgreiches Kleingruppenspiel. Im Abschluß gab es allerdings einige Ladehämmungen, weshalb es zur Halbzeit nur 13:10 stand.
Nach Wiederanpfiff erhöhte die TSG das Tempo. Hinten wurde eine noch intensivere Beinarbeit geleistet, wodurch Zwingenberg kaum noch Raum hatte zu spielen. Nach vorne ging es ohne technische Fehler strukturiert und kompromisslos in den Gegenstoß. Die Folge war, dass sich die TSG-Frauenn mit 7 Toren zum 17:10 absetzen konnten und das Spiel entschieden war. Madeleine Giegerich zeigte auf der rechten Außenbahn ihre Stärken, Lynn Hoddersen und Anna Hoffmann agierten am Kreis sehr effektiv und Merit Spechts 1gg1 ließ dem Gegner wenig Chancen zur Verteidigung. Die Abwehr war im Kollektiv sehr stark, wie man generell sagen muss, dass es eine geschlossene Mannschaftsleistung war. In der kompletten zweiten Halbzeit hielt Bürgel die Konzentration hoch und überzeugte. Einzig vom 7m-Punkt wurde keine überzeugende Leistung geboten, wie es sich leider schon wie ein roter Faden durch die komplette Saison zieht. Die zweiten 30 Minuten konnten ausserdem genutzt werden, um allen Spielerinnen Spielanteile geben zu können, was nach der Weihnachtspause sehr dankbar ist und um neue Konstellationen auszuprobieren.
Am kommenden Samstag um 17.00 Uhr steht das Auswärtsspiel beim TuS Zwingenberg an, mit dessen unorthodoxen Spielweise die TSG-Frauen im Hinspiel nicht richtig klar kamen. Um die Tormaschienerie des TuS auszuschalten, benötigt es 100% Kampf auf dem Feld und hoffentlich lautstarke Unterstützung von den Rängen.
Spielfilm: 0:1 2:1 4:4 6:5 9:7 11:8 13:10 HZ 17:10 19:13 21:14 24:14 26:19 28:20 30:21
gelbe Karten: 1-3, 2 Min.: 1-3, rote Karten: 0-1, 7m: 5/9-7/8
Es spielten: Kroth, Fenn, Mastroserio, E.Specht 1, Hof 3/1, Giegerich 5, M.Specht 5, Kopp 2/1, Hoffmann 3, Hoddersen 2, Tabery 3, Müller 2/1, Kirschig 4/2