Am gestrigen Samstag stand das Spiel beim TuS Zwingenberg an. Im Hinspiel hatte die TSG lange Probleme, das schnelle Umschaltspiel des Aufsteigers zu unterbinden und setzte sich erst spät ab. Das sollte dieses Mal anders werden, wußte man nun, was einen beim Tabellenvorletzten erwartet. Bis auf die Langzeitverletzte Marlene Winter, die weiterhin angeschlagene Anna-Lena Seitz und die in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammelnde Lisa Kaiser waren alle Spielerinnen dabei.
Die Vorgabe zu siegen haben die Bürgeler Damen im Angriff beeindruckend umgesetzt. Gegen einen Gegner, der alle Abwehrvarianten ausprobierte, von 3:2:1 über 5:1, 6:0 und auch Manndeckung, aber in keiner den TSG-Spielerinnen wirklich Schwierigkeiten bereiten konnte, war nach 10 Minuten beim 5:10 der Käse gegessen. Egal ob im Gegenstoß oder Kombinationsspiel, die TSG ließ den Ball laufen und bewegte sich gut, sodass Chancen am Fließband erspielt wurden. Das Kleingruppenspiel Rückraum-Kreis und Außen-Kreis funktionierte hervorragend, aber auch die individuellen Stärken vor allem im Rückraum konnten überzeugend eingesetzt werden. Bürgel verstand es, den Gegenstoß sowie das schnelle Angriffsspiel der Gastgeberinnen zu unterbinden, besonders Lynn Hoddersen entnervte den Gegner mit ihrer bissigen Abwehrarbeit. Ein 13:23 war der Lohn zur Halbzeit.
Mit der sicheren 10-Tore-Führung ließ die Konzentration und die Effektivität in der Abwehr im zweiten Durchgang nach, auch weil viele neue Formationen ausprobiert wurden. Im Angriff blieb Bürgel aber weiterhin druckvoll, auch weil jede Position torgefährlich war. Vor allem Judith Kirschig setzte sich immer wieder erfolgreich in die freien Räume ab und Alicia Hof wußte im 1gg1 zu gefallen. Alle Spielerinnen zeigten im Angriff ihre Stärken und wirbelten die gegnerische Abwehr durcheinander. Sonja Müller war kompromisslos am 7m-Punkt. Das einzige, was zu bemängeln war, war die Nachlässigkeit und fehlende Aggressivität in der Deckung in den zweiten 30 Minuten sowie, dass trotzt der 46 Tore etliche freie Chancen nicht genutzt werden konnten.
Am kommenden Samstag um 19.00 Uhr steht das Heimspiel gegen den direkten Verfolger aus Langenselbold an. Hier erwartet die TSG-Damen ein ganz anderes Kaliber, ein Gegner der auf allen Positionen Druck machen kann und nach einen holprigen Start zuletzt überzeugende Ergebnisse abgeliefert hat. Das wird eine schwere Aufgabe und eine ganz enge Kiste werden. 
Spielfilm: 1:0 2:1 2:4 4:9 5:12 8:14 9:20 13:23 HZ 16:24 19:26 20:29 22:31 22:34 25:36 27:40 30:41 32:46
gelbe Karten: 3-3, 2 Min.: 5-3; 7m: 5/7-6/8
Es spielten: Kroth, Fenn, Mastroserio 2, E.Specht 1, Hof 8/1, Giegerich 5, M.Specht 2, Kopp 1, Hoffmann 1, Hoddersen 4, Tabery 5, Müller 8/6, Kirschig 9