Die Damen II der TSG mussten am kommenden Samstag bei den Damen des HSV Götzenhain antreten. Nach 60 Minuten trennte man sich mit 24:24 (11:13) und rettete einen Punkt. Damit belegt man aktuell den 2. Tabellenplatz mit 19:5 Punkten in der Bezirksklasse A Offenbach/Hanau.
Eigentlich war man guten Mutes nach Götzenhain gereist. Die neuen Trikots vom Sponsor “Dach Hof” im Gepäck, da sollte nichts schief laufen, so dachte man. Aber es sollte an diesem Samstag alles etwas anders kommen, wie man es sich gewünscht hatte. Tja, das Leben ist halt kein Ponyhof und die anderen wollen auch gewinnen!
Aber der Reihe nach. Bevor wir zum Spiel kommen, erstmal vielen, vielen Dank an Markus und Sabine Hof, die uns mit wunderschönen neuen Trikots eingekleidet haben.
Das Spiel kann man mit einfachen Worten beschreiben: “Schwach angefangen und stark nachgelassen!” Hupsie, da war es wieder, das Phrasenschwein. Die Worte passen aber, wie die Faust aufs Auge. Verdammt, schon wiederum das Phrasenschwein. Langsam wird es teuer.
Unsere Mannschaft fand nur schwer ins und zu ihrem Spiel, dass lag zum einen an den gut eingestellten Götzenhainer Damen und zum anderen an einer ungewohnten Abschlussschwäche im Angriff. Aber auch in der Abwehr fehlte die notwendige Laufbereitschaft, sodass die Gastgeberinnen immer wieder Lücken fanden und nutzen. Die Folge war, dass man ständig einem Rückstand hinterherlaufen musste. Zwar gelang beim 7:7 erstmals der Ausgleich, aber Götzenhain legte gleich wieder zwei Tore vor (10:8). Erst in der Endphase der ersten Spielhälfte stabilisierte sich das Spiel unserer Damen und es gelang nicht nur der Ausgleich, sondern man ging selbst mit zwei Toren in Führung, die man auch in die Pause rettete (11:13).
Die Pause tat unserer Mannschaft aber überhaupt nicht gut, unterbrach sie doch gerade den aufgenommenen Spielfluss. Und es kam, was kommen musste, man verlor den spielerischen Faden und man musste sich erneut in das Spiel zurückkämpfen. Den Vorsprung gab man schnell und leichtfertig aus den Händen, da wieder gute Torchancen nicht genutzt wurden. In der Folgezeit entwickelte sich das Spiel immer mehr vom Kampf- zum Krampfspiel. Beide Mannschaften versuchten mit allen Mitteln, das Spiel für sich zu entscheiden. Götzenhain war hier etwas cleverer und legte stets ein Tor vor. Zwar gelang unserer Mannschaft im Gegenzug stets der Ausgleich, aber das ständige hinterherlaufen kostete Kraft und Nerven. In den letzten vier Minuten spitzte sich das Drama dann zu. In der 58. Minute konnten die Gastgeberinnen ihren knappen Vorsprung auf zwei Tore ausbauen (24:22). Doch unsere Mannschaft stemmte sich mit letzter Kraft gegen die drohende Niederlage und es gelang tatsächlich in der 59. Minute den Ausgleich zu erzielen. Den folgenden Angriff von Götzenhain konnte man diesmal abblocken und 20 Sekunden vor dem Abpfiff, wollte Michelle Rümmmelein den Konter einläuten, wurde jedoch von einer am Boden liegenden Gegnerin zu Fall gebracht. Statt jedoch die Rote Karte zu ziehen,
entschied sich der Schiedsrichter nur für eine 2-Minuten-Strafe. In den verbleibenden 15 Sekunden kam man jedoch nicht mehr zu endscheidenden Abschluss. Somit endete das Spiel 24:24-Unentscheiden.
Trainer Kaiser nach dem Spiel: Man muss eindeutig von einem Punktgewinn sprechen. Bis auf die Endphase der ersten Halbzeit waren wir nie in Führung. Wenn man dann noch zwei Minuten vor Schluss mit zwei Toren in Rückstand gerät und noch einen Punkt holt, dann sieht man, dass die Moral stimmt und die Mannschaft bis zum Ende um den Erfolg kämpft. Hier nochmal ein großes Kompliment an das ganze Team, denn nicht nur die Spielerinnen auf dem Feld, sondern auch auf die Spielerinnen auf der Bank und Tribüne kommt es ganz endscheidend an. Schade, dass wir heute nicht wie gewohnt im Angriff zum Zuge gekommen sind. Aber viel schlimmer wiegt die Verletzung von Michelle Rümmelein, die sich bei sich bei der Aktion in der letzten Minute verletzt hat, ob sie uns längere Zeit nicht zur Verfügung steht muss man abwarten, aber es sieht nicht gut aus. Daher gilt es umso mehr  in der kommenden Woche, das Spiel aufzubereiten und sich in aller Ruhe auf das kommende Spiel gegen den TV Langenselbold vorzubereiten. Hier wartet dann ein direkter Konkurrent um die beiden Aufstiegsplätze und es kann schon eine kleine Vorentscheidung fallen.”
Spielerinnen: Pleß, Scheuermann; Guercy (2), Hellstern (4), L. Hof, L. Kaiser (2), N. Kaiser, Kaufhold, Memovic (2/1), Rümmelein (8/3), Sattler, C. Schmitt (3), M. Schmitt (3), Tremmel
7m: TSG 4/5 – HSV 4/7
2min: TSG 2 – HSV 2
Spielfilm: 3:1, 4:2, 6:4, 7:7, 10:8, 11:13 | 12:14, 14:14, 17:16, 21:20, 24:22, 24:24