Nach dem freien Faschingswochenende ging es für die ersten Damen heute zur FSG Odenwald, die der TSG nach einer sicher geglaubten Führung im Hinspiel noch einen Punkt abnehmen konnte. Die Parole für das heutige Spiel hieß deshalb Wiedergutmachung. Zwar war die Trainingswoche mit einigen krankheitsbedingten Ausfällen und einem Training ohne Torhüterin suboptimal, aber für das heutige Spiel gab es keine Ausreden und Motivation genug.
Von der ersten Minute an hatte die TSG das Zepter in der Hand und erspielte bzw. erlief sich Torchance um Torchance. Die Ausnutzung dieser Chancen war jedoch oftmals mangelhaft, weshalb sich der Gegner immer wieder aufgebauen konnte und mit neuem Elan in den Angriff kam. Eine zu langsame Beinarbeit sowie fehlendes Zweikampfverhalten in der 3-2-1-Abwehr ließ der FSG zu viele Räume zum Passen und Durchbruch. Mit einer Umstellung auf die 6:0-Formation hatte man den Gegner dann defensiv zwar besser im Griff, im Angriff aber vermisste man die letzte Konsequenz beim der Aktion zum Tor und im Abschluß. Zu der schwachen Leistung der Bürgelerinnen kamen dann noch sehr fragwürdige Entscheidungen der beiden Unparteiischen hinzu, wodurch nur eine 6-Tore-Führung zur Halbzeit verbucht werden konnte.
Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild nicht, Bürgel blockierte sich im Angriff weiterhin häufig selbst. Zu statisch und halbherzig wurde gespielt, die Aktionen kamen nicht aus der Bewegung sondern aus dem Stand und es wurde zuviel geprellt. Somit gab es zu wenig Bewegung mit und ohne Ball, es wurde zu langsam gepasst und es fehlende an Dynamik. Eine zudem weiterhin schwache Chancenverwertung ließ das Angriffsspiel der TSG immer harmloser werden und verhinderte einen Ausbau der Führung. Hinten fehlte es in der Abwehr am letzten Schritt seitlich auszuhelfen und Räume zuzustellen sowie an einem effektiven Zupacken. So kam es, dass die HSG in der 45. Minute beim 12:16 gefährlich nah ran kam. Eine Leistungssteigerung zum Spielende hin war der Grund für den dann doch deutlichen Sieg. In der Abwehr war wieder mehr Präsens vorhanden, der Ball konnte gewonnen werden und mit Tempo nach vorne getragen werden. Ein 6:0-Lauf der TSG sorgte für ein ordentliches Endergebnis gegen einen Gegner, der Bürgel zu keiner Zeit wirklich forderte.
Am kommenden Samstag um 19.00 Uhr erwarten die Bürgeler Damen zuhause die abstiegsbedrohte FSG Dieburg/Groß-Zimmern, die mit dem Rücken zur Wand steht und sicherlich keine Geschenke verteilen wird. Dennoch sollte mit einer ordentlichen Leistung und dem Publikum im Rücken am Ende ein Heimsieg auf der Anzeigentafel stehen, will die TSG ihren Ansprüchen gerecht werden. Der Gegner darf allerdings nicht unterschätzt werden und es muss 60 Minuten konzentriert gespielt werden, tat sich Bürgel im Hinspiel doch lange schwer.
Spielfilm: 0:2 2:3 2:8 4:9 6:12 HZ 6:13 9:14 12:16 13:20 14:26
gelbe Karten: 3-2, 2 Min.: 3-2, 7m: 5/7-2/4
Es spielten: Kroth, Fenn, Mastroserio, Schneider 2, E.Specht, Giegerich 3, M.Specht, Kopp 1, Hoffmann, Hoddersen 4, Hof 1/1, Tabery 6, Müller 5/1, Kirschig 4