Mit dem 28:16 (11:7)-Sieg gegen den direkten Konkurrenten um einen Aufstiegsplatz, haben sich unsere Damen II deutlich durchgesetzt und die Aufstiegschance gewahrt. Das Stadtderby hätte sicherlich etwas mehr Zuschauer verdient gehabt, wurde den Anhängern doch insbesondere in der ersten Halbzeit von beiden Seiten ein spannendes Spiel geboten.
Unserer Mannschaft war von Anfang an bewusst, um was es in dem Spiel ging. Mit dem Anpfiff war man “online” und vor allem der Abwehrverband erwies sich in Verbindung mit Franziska Schäfer im Tor als Bollwerk. Die 6:0-Abwehr verschob schnell zur Ballseite, übergab die Kreisläuferin gut und machte es den Kickers-Spielerinnen schwer eine Lücke zu finden. Im Angriff ging man jedoch zu überhastet zu Werke und verlor meist schnell den zuvor eroberten Ball. So blieb es ein enges Spiel mit leichten Vorteilen für unsere Mannschaft. Beim 7:6 war die Gastmannschaft weiterhin in Schlagdistanz. Angetrieben von Michelle Rümmelein und Alicia Hof wollte unsere Mannschaft aber mehr und belohnte sich nun auch im Angriff für ihre gute Abwehrleistung. Mit drei Toren in Folge baute man die Führung auf 4 Tore aus und diesen Vorsprung nahm man auch mit in die Pause.
Waren in den vergangenen Spielen die Halbzeitpause meist kontraproduktiv für das Spiel unserer Damen, so fielen dieses mal die Worte von Trainer Kaiser auf fruchtbaren Boden. Hochkonzentriert begann unsere Mannschaft den zweiten Durchgang und erwischte den Ortsnachbar auf dem falschen Fuß, denn der Vorsprung wuchs schnell auf 7 Tore an (16:9). Im Glauben des sicheren Vorsprungs, wurde man aber etwas nachlässig und  ließ die notwendige Konzentration vermissen. Die Gegnerinnen kamen wieder besser ins Spiel und verkürzten auf 4 Tore (17:13). Es keimte nochmal Hoffnung beim gegnerischen Anhang auf, um dem Spiel eine Wende  geben zu können. Das dies nicht geschah, lag an der geschlossenen Mannschaftsleistung der II. Damen. Es wurden nochmal alle Kräfte mobilisiert, ein Ruck ging durch das ganze Team und man fand zu alter Stärke zurück. Mit einem 4:0-Lauf baute man den Vorsprung wieder auf 7 Tore aus (20:13). Auch durch eine doppelte Zeitstrafe ließ man sich nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Bis zum Ende hielt man das Tempo hoch und der Torhunger nicht gestillt. Den Schlusspunkt in einem tollen A-Klassespiel setzte dann Michelle Schmitt, die praktisch mit dem Abpfiff das 28:16 erzielte.
Trainer Kaiser nach dem Spiel: “Ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die bis auf wenige Punkte alle Vorgaben umsetzte. Jede Spielerin hat sich heute vollkommen in den Dienst der Mannschaft gestellt und da meine ich nicht nur die Spielerinnen auf dem Feld, sondern auch die Spielerinnen auf der Bank und der Tribüne. Mit dem heutigen Sieg brennt die kleine Flamme “Aufstieg” weiter. Jedoch dürfen wir uns keinen Ausrutscher mehr leisten. Jedes der verbliebenen 5 Spiele der Saison ist ein Endspiel, das wir gewinnen müssen. Bereits am kommenden Wochenende wartet eine schwere Auswärtsaufgabe bei der HSG Neu-Isenburg/Zeppelinheim. Hätte die HSG nicht einen hohen Punktabzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichterkontigents im Rucksack, würde sie auch ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitreden. So können sie das berühmte Zünglein ein der Waage sein, da sie insbesondere zu Hause jeden Gegner schlagen kann. Verlieren wir dort, war der Sieg gegen den OFC praktisch wertlos. Es gilt weiter geschlossen als Mannschaft aufzutreten und jede Aufgabe konzentriert anzugehen. Ein Lob ist dem Unparteiischen N. Welsch zu zollen, der das Derby sehr umsichtig leitete”.
TSG: Pleß, Schäfer (Tor); Hellstern, A. Hof (1/1), L. Hof,  Hoffmann (5), L. Kaiser, N. Kaiser, Kaufhold (1), Müller (4/2), Rümmelein (11/5), C. Schmitt (2), M. Schmitt (2), Tremmel
Spielfilm: 2:0, 4:2, 5:4, 7:6, 11:7 | 14:7, 16:9, 17:13, 20:13, 24:15, 28:16
7-Meter:       TSG = 11/8 | OFC = 5/3
Zeitstrafen:   TSG = 4     | OFC = 2
Rote Karten: TSG = 0     | OFC = 1