Zuerst mal DANKE an unseren Silahan Gezer aus der ersten Männermannschaft, er hat das Team vor einem Abschlusstraining ohne Torhüter bewahrt, da Kroth beruflich und Fenn krankheitsbedingt verhindert waren. Gegen die TV Bürgstadt war das Hinspiel lange Zeit eine Hängepartie, ehe die TSG den Gegner im Griff hatte, das sollte in eigener Halle anders werden. In Bestbesetzung konnte aufgelaufen werden, auf Anna Lena Seitz wird die Mannschaft erstmal nicht mehr zurückgreifen können, da sie Mutterfreuden entgegen sieht.
Wieder einmal war das Angriffsspiel die Problemzone der Bürgeler Damen, weshalb es eine zähe Partie wurde. Bürgstadt konnte in den ersten 30 Minuten die sehr gut aufgestellte 3-2-1-Abwehr mit der aufmerksamen Sophia Kroth dahinter nicht ernsthaft unter Druck setzten. Schwache Abschlüsse oder Ballverluste auf Seiten der Gäste reihten sich aneinander, die TSG wusste sich aber nicht für die gute Defensivleistung zu belohnen und die Ballgewinne zu nutzen. Zu viele Fehlwürfe und wenig Entschlossenheit sowie wenig Beweglichkeit in den Aktionen lähmten die Offensive. Die vorgegebenen Kreuzvarianten mit Gegenbewegung der Kreisspielerin, um die 6:0-Formation des TV auseinander zu reißen, wurden zu selten gespielt. Auch das geforderte Tempospiel in der ersten und zweiten Welle fand zu selten statt oder die Pässe waren zu ungenau oder kamen nicht an. Ein magerer 3-Tore-Vorsprung zur Halbzeit war das Ergebnis.
Im zweiten Durchgang endlich bewegte sich Bürgel im Angriff besser, was bei der nun 5+1-Deckung der Gäste auch notwendig war. Vor allem die quirlige Alicia Hof hatte daran großen Anteil und konnte Akzente setzen. So setzte sich die TSG endlich im Ergebnis ab, auch weil sie den Gästen mit einer kompakten 6:0-Abwehr nur noch 4 Feldtore zugestand. Kurios waren die Schiedsrichterentscheidungen in der zweiten Halbzeit, die bei beiden Teams Unverständnis und Kopfschütteln auslösten, da gefühlt jede Abwehraktion mit einem Strafwurf geahndet wurde und auch die Zeitstrafen plötzlich recht flott vergeben wurden. Die TSG wechselte und experimentierte nun viel, um allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben, worunter das Angriffsspiel litt, die Defensive aber weiterhin sehr gut agierte. Debora Mastroserio verletzte sich bei einem Gegenstoß am Fuß, wir hoffen, dass sie nicht allzu lange ausfallen wird. Ein höherer Erfolg wäre auch im Sinne der Zuschauer schön gewesen, letztlich zählen aber nur die beiden Punkte auf dem Habenkonto.
Am nächsten Samstag um 18.00 Uhr gastieren die Damen bei der HSG Bachgau, die im Hinspiel nicht den Hauch einer Chance hatte. So einfach wird es am Samstag sicher nicht werden, die TSG darf den Gegner auf keinen Fall unterschätzen und muss hochkonzentriert zu Werke gehen, um 2 Punkte mit nach Hause nehmen zu können. Wie immer hofft das Team auf lautstarke Fanunterstützung.
TSG: Kroth, Fenn, Mastroserio (3), E.Specht (1), Kaiser (2/1), Giegerich (2), M.Specht (2), Kopp (3/1), Hoffmann (2), Hoddersen (1), Hof (7/2), Tabery, Müller (1), Kirschig (3).
2min: TSG 3 – TV 6
rote Karten: TSG 0 – TV 1
7m: TSG 6/10 – TV 9/9
Spielverlauf: 1:0, 3:1, 3:3, 5:5, 6:7, 10:7, 10:8 – 12:8, 13:10, 18:11, 20:12, 22:14, 22:16, 24:18, 27:18, 27:19.