Durch den 31:20 (13:10)-Sieg beim Tabellenführer TV Altenhasslau rücken die ersten drei Mannschaften der Tabelle wieder eng zusammen. Lediglich ein Punkt Abstand trennen unsere „Zwote“ vom TV Altenhasslau und vom TV Langenselbold II. Für Spannung ist somit in der Endphase der Saison gesorgt. Keiner der Teams darf sich in den letzten Spielen einen Ausrutscher mehr leisten, um einen der möglichen Aufstiegsplätze zu ergattern.
Verstärkt durch vier Spielerin aus der ersten Mannschaft und Dany Rieth, die ihr vielumjubeltes Comeback feierte, starteten die Damen II das Projekt “Revanche für die Hinspielniederlage”. Begleitet von einer Vielzahl von Zuschauern waren unsere Spielerinnen sofort im Spiel und zeigte die erforderlich Präsenz auf dem Spielfeld. Vielleicht waren sich die Gastgeberinnen auch zu sicher, denn mit einem so engagierten Auftritt hatten sie nicht gerechnet. In der Abwehr wurde gegen die körperlich überlegenen Spielerinnen die erforderlich Laufbereitschaft gezeigt. Nicole Kaiser glänzte auf der Vorgezogenen-Position und störte das Spiel der Gastgeberinnen empfindlich. Dany Rieth dirigierte von Beginn an ihre Vorderleute souverän und stellte den Gegner vor so manches Problem. Das Umschaltspiel funktionierte problemlos und man ließ dem Gegner nicht zur Ruhe kommen. War das Spiel bis zur 20. Minute noch ausgeglichen, so verlagerte sich das Pendel gegen Ende der ersten Halbzeit Stück für Stück Richtung TSG. Im Angriff übernahm jede Spielerin Verantwortung, so dass auch eine 5:0+1-Abwehr des Gegners gegen Michelle Rümmelein verpuffte. Insbesondere Samedina Memovic spielte wie aufgedreht und traf nach Belieben. Bis zur Pause erkämpfte sich unser Team einen Drei-Tore-Vorsprung (10:13).
Nach der Pause warfen die Gastgeberinnen nochmal alles in Waagschale und wollten den Umschwung einleiten, aber unsere Mannschaft hielt dem Druck stand, befreite sich von diesem und baute den Vorsprung auf 5 Tore aus (14:19). Egal, was die Gastgeberinnen versuchten, unsere Damen hatten immer die passende Antwort parat. In dieser Phase entwickelte sich Dany Rieth zum großen Rückhalt der Mannschaft und das Dreigestirn Alicia Hof, Samedina Memovic und Anna Hoffmann wirbelte im Angriff durch die gegnerischen Reihen. Angetrieben von den zahlreichen Zuschauern spielte man sich in einen Rausch und beim 16:26 lag man erstmals mit 10 Toren in Front. Wer nun gedacht hatte, unsere Mannschaft nimmt den Fuß vom Gas, hatte sich getäuscht. Der Torhunger war noch lange nicht gestillt und unter großem Jubel erzielt Michelle Schmitt den 30. Treffer. Im Anschluss hallte es durch die Halle “Schmitt-Bräu – Schmitt-Bräu”! Selbst in der Schlussminute ließ man nicht locker und Catharina Schmitt traf Sekunden vor dem Abpfiff zum Endstand von 20:31.
Trainer Kaiser nach dem Spiel: “Was soll ich sagen. Ein riesiges Kompliment an die ganze Mannschaft und unsere Zuschauer, die uns 60 Minuten lautstark unterstützt haben. Was die Mannschaft und Fans heute geleistet hat, kann man nur schwer mit Worten beschreiben. Das wir das Spiel heute gewinnen können war uns allen klar, aber mit dieser Deutlichkeit hat niemand gerechnet. Und es ist verdammt schwer heute jemanden aus dieser geschlossenen Mannschaftsleistung herauszuheben, aber ich denke Samedina und Dany Rieth haben sich heute mehr als ein Sonderlob verdient. Dany strahlte im Tor so eine Ruhe aus und übertrug diese auf die Mannschaft und Samedina überzeugte nicht nur als treffsichere Torjägerin, sondern setzte auch in der Abwehr Akzente. Trotz aller Freude darf man aber nicht vergessen, dass wir noch nichts erreicht haben. Auch die letzten drei Spiele müssen gewonnen werden, um noch die kleine Chance auf den Aufstieg zu erhalten. Denn wir haben von allen drei Mannschaften die schlechteste Ausgangsposition und müssen auf einen Ausrutscher des TV Altenhasslau u. TV Langenselbold hoffen.”
Spielerinnen: Rieth, Schäfer (Tor); Guercy, A. Hof 3, L Hof, Hoffmann 6, Kaiser, Mastroserio 1, Memovic 12/4, Müller 1, Rümmelein 3, C. Schmitt 1, M. Schmitt 4 u. Tremmel
7-Meter:     TSG = 5/4 | TVA = 5/3
Zeitstrafen: TSG = 2   | TVA = 4
Spielfilm: 2:0, 2:2, 4:4, 6:6, 8:8, 8:10, 10:13 – 11:15, 14:17, 15:20, 16:26, 18:28, 20:31.