Quelle: Printausgabe vom 24.08.2018 &  https://www.op-online.de/sport/lokalsport/wir-koennen-wieder-oben-mitspielen-10149391.html
Offenbach – Beim Vizemeister der Handball-Landesliga Süd der Frauen, TSG Offenbach-Bürgel, fliegt das runde Leder wieder. Von Matthias Grimm 
Spielertrainerin Marion Fenn setzt in der kommenden Saison besonders auf die gute Entwicklung ihres Teams und darauf, dass die eingespielte Truppe nur einen Neuzugang integrieren muss. Die Vorbereitungen auf die Handballsaison haben auch bei der TSG Offenbach-Bürgel begonnen. Spielertrainerin Marion Fenn will an den Feinheiten arbeiten. „Wir haben eigentlich eine sehr gute und erfolgreiche Saison gespielt, die Mannschaft hat sich im Vergleich zu den letzten Jahren nochmal gesteigert. Wir haben die beste Defensive der Liga gestellt und die meisten Spiele mit unserem Tempospiel dominiert, damit war ich sehr zufrieden. Unsere Schwächen lagen in unserem Abschluss, womit wir uns das Leben teils selbst schwer gemacht haben“, so Fenn.
Bürgel wurde trotz der imposanten Bilanz von 38:6 Punkten mit einem Zähler Rückstand auf die starke Bundesliga-Reserve HSG Bensheim-Auerbach Tabellenzweiter, wobei der Meister gerade im Endspurt mehrfach Erstligaspielerinnen eingesetzt hat. Eine umstrittene, aber erlaubte Vorgehensweise.
Für die kommende Runde rechnet Marion Fenn mit einer ausgeglichenen Liga: „Ich denke, die Landesliga ist stärker und ausgeglichener besetzt als letzte Saison. Mit den Aufsteigern Darmstadt, Glattbach und Dietzenbach kommen Teams hoch, die erfahrene Spielerinnen in ihren Reihen haben und die einen schnellen Handball spielen.“ Die Teams aus der Abstiegsregion hätten sich verstärkt, die Vereine aus dem vorderen Mittelfeld TV Langenselbold und HSG Bachgau seien, wenn der jeweilige Kader komplett ist, „sehr ausgeglichene Teams mit überragenden Einzelspielerinnen“, meint die TSG-Trainerin, die selbst noch im Tor aktiv ins Spielgeschehen eingreift.
„Wir sind personell gut aufgestellt, haben jede Position doppelt besetzt. Unser Vorteil ist, dass wir ein eingespieltes Team sind, dass wir nur einen Neuzugang, Mandy Rauch von der SU Mühlheim, integrieren müssen. Und Mandy passt sowohl charakterlich als auch spielerisch super rein“, sagt Fenn. Abgänge sind keine zu verzeichnen. Während der letzten Saison sind schon Anna Lena Geißler (Schwangerschaft), Tamara Stadter (Umzug nach München) und Marlene Winter (Verletzung) aus dem Kader geschieden, wobei die Trainerin bei Winter und Geißler auf baldige Wiederkehr hofft.
Zur Leistungsentwicklung meint Fenn: „Die Mannschaft hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt, vergangene Saison, vor allem was das Abwehrverhalten und das Umschalten angeht. Auch individuell ist bei allen Spielerinnen, sofern sie regelmäßig am Trainingsbetrieb teilnehmen konnten, eine Verbesserung des Entscheidungsverhaltens und der Ballsicherheit zu sehen.“ Daran soll in der Vorbereitung angeknüpft werden. „Unser Schwerpunkt liegt weiter in einer starken Defensive mit vielen Varianten, um die Gegner vor immer wieder neue Herausforderungen zu stellen und damit verbunden ein gutes Umschaltverhalten zu zeigen. Zudem wollen wir im gebundenen Angriffsspiel flexibel sein und von jeder Position Torgefahr ausstrahlen.“
Neben den drei Trainingseinheiten unter der Woche stehen viele Trainingsspiele gegen Mannschaften aus der Bezirksoberliga, Landesliga Mitte und der Oberliga auf dem Vorbereitungsplan. An Trainingswochenenden wird an der Feinabstimmung gefeilt. Einheiten auf dem Beachfeld und diverse Fun-Sport- und Team-Events wie „Jumping“ sorgen für den nötigen Spaßfaktor im Training.
Die Perspektive für kommende Saison sieht Marion Fenn zurückhaltend optimistisch: „Mit Mandy Rauch haben wir eine weitere Spielerin, die hohes Tempo gehen kann und dynamisch in der Aktion zum Tor ist, womit wir im Rückraum noch ausgeglichener besetzt sind und variabler spielen können. Auch ergeben sich mit ihr neue Abwehrformationen, die uns flexibler machen. Bleiben wir von Verletzungen verschont und schaffen es, die individuellen Stärken vom ersten Spiel an abzurufen und kompakt als Mannschaft aufzutreten, sollten wir wieder vorne mitspielen.“