Die Rückrunde startete gleich mit dem Stadtderby gegen die Damen des OFCs. In der Vergangenheit waren das immer hart umkämpfte Spiele und wurden meist erst in den Schlussphasen entschieden. Auch dieses Mal stellten sich unsere Damen auf einen heißen Tanz ein und gingen hochmotiviert in das Spiel. Zudem war es erfreulich, dass Isabelle Kaufhold nach ihrer Verletzungspause ihr Comeback gab und Ann-Katrin Schlereth ihren Einstand in den Aktivenbereich bei der TSG feierte.
In der Anfangsphase merkte man beiden Mannschaften die Brisanz des Spiels deutlich an. Die Nervosität machte sich in vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten bemerkbar. Die Mannschaften tasteten sich zu nächst vorsichtig ab. In dieser Phase war es ein ausgeglichenes Spiel (16. – 6:5). Danach legten unsere Damen aber ihre Nervosität ab und setzten sich mit einem 4:0-Lauf auf 10:5 ab. Angetrieben durch Debora “BamBam” Mastroserio, die erneut in der Abwehr glänzend Regie führte und auch im Angriff mit neun Toren überzeugte, erspielte man sich einen Vorteil gegenüber dem Stadtnachbarn. Auch durch eine Auszeit des Gegners und eine anschließende Zeitstrafe ließ man sich nicht aus dem Konzept bringen. Tor um Tor wurde der Vorsprung ausgebaut. Mit einem beruhigenden 9-Tore-Vorsprung ging es in die Halbzeitpause (18:9).
In der Pause appellierte Trainer Kaiser an seine Mannschaft weiterhin konzentriert zu spielen und das Tempo hochzuhalten. Es sollte auf gar keinen Fall passieren, dass man dem Gegner wieder die Gelegenheit gibt, ins Spiel zurückzukommen. Unsere Damen begannen den zweiten Durchgang wie sie die erste Hälfte beendet hatten – mit einem Tor. In der Abwehr wurde weiter gut verschoben und die Räume für den Gegner eng gemacht. Aus der Abwehr wurde weiterhin schnell in den Angriff umgeschaltet und auch aus dem gebundenen Spiel zeigte man die notwendige Geduld. Unsere Damen ließen nicht nach und setzten sich weiter ab. Über 24:12 erhöhte man den Vorsprung auf 30:15. Aber der Torhunger war an diesem Abend noch immer nicht gestillt. Trotz des hohen Vorsprungs wurde der Fuß nicht vom Gas genommen. Bis zum Ende wurde mit viel Zug auf das gegnerische Tor gespielt. War der Jubel beim 30. Tor durch Anki Schlereth schon groß, war dieser beim 40. Tor durch Vanessa Hellstern noch lauter. Den Schlusspunkt setzte dann Alica Hof mit ihrem siebten Treffer zum 41:20.
Trainer Kaiser nach dem Spiel: “Heute haben wir einen tollen Tag erwischt, an dem fast alles geklappt hat, was wir uns vorgenommen haben. Wir dürfen uns aber von dem Spiel nicht blenden lassen und müssen weiter konzentriert agieren. Es darf niemand überheblich oder nachlässig werden, denn in dieser Saison kann jeder jeden schlagen, wenn man mit der falschen Einstellung in ein Spiel geht. Super war wieder die Unterstützung von den Rängen. Die Zuschauer haben uns heute mit ihrem ständigen Anfeuern getragen.”
In der kommenden Woche spielt man erneut zu Hause. Zu Gast sind dann die Damen des SV Erlensee. Man darf sich vom Tabellenstand des Gegners nicht täuschen lassen. Die SVE-Damen sind ein unbequemer Gegner, den man ständig bearbeiten muss und keine Ruhepause geben darf. Durch die Erfolge aus den letzten Spielen sollten unsere Damen aber das notwendige Selbstbewusstsein haben, auch diese Aufgabe zu meistern. Die Mannschaft, das Trainer- und Betreuerteam würde sich wieder über eine lautstarke Unterstützung freuen.
TSG: Rieth, Schäfer; Berends, Dertinger (1), Hellstern (6), A. Hof (7), Hoffmann (4), Kaufhold (2), Mastroserio (9/5), Oliger (4), Schlereth (4), C. Schmitt (2), M. Schmitt (1), Winter (1).
Zeitstrafen: TSG 5 – OFC 2
Siebenmeter: TSG 5/5 – OFC 6/3
Spielfilm: 3:1, 4:3, 6:4, 10:5, 13:6, 17:6, 18:9 – 22:11, 26:12, 29:14, 33:17, 38:19, 41:20.