Damen II – Unglückliche Niederlage bei der SG Bruchköbel

Auch im zweiten Spiel in 2020 mussten sich die Bürgler Mädels bei der SG Bruchköbel mit 22:21 (17:8) geschlagen geben. So wartet man im neuen Jahr weiter auf den ersten Punktgewinn. Die Niederlage in der Vorwoche war wohl noch in den Köpfen der Mannschaft und man trat völlig verunsichert in der Fremde auf. Doch die Mannschaft zeigte auch ihr anderes Gesicht und was sie im Stande zu leisten ist, wenn man an sich glaubt!

Gegen die ambitionierte Mannschaft der SG Bruchköbel starteten unsere Damen mit einer unterirdischen Leistung. Weder im Angriff noch in der Abwehr lief etwas zusammen. Schnell lag man mit 6:0 in Rückstand und das Trainergespann Kaiser war gezwungen früh eine grüne Karte zu legen. Aber die Ansprache verpuffte. Auch verschiedene Abwehrformationen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit, konnte man den Angriff der Gastgeberinnen mit einer doppelten Manndeckung etwas eindämmen. Die erste Halbzeit stand unter dem Motto “ Erst schlecht angefangen und dann ganz stark nachgelassen“. Mit einem hohen Rückstand ging es dann in die Kabine.

Beim Pausentee fand das Trainergespann Kaiser deutlich Worte und appellierte an die Mannschaft Charakter zu zeigen. Die Fehler wurden aufgezeigt und besprochen. Alle waren sich im Klaren, dass man sich nicht wehrlos in einer hohen Niederlage fügen wird. Die Mannschaft kam dann auch mit einer anderen Körpersprache aus der Kabine. In der Abwehr wurde nun giftig verteidigt. Jede Spielerin zeigte die notwendige Laufbereitschaft und die Räume für die Gegnerinnen wurden immer enger. Auch die Manndeckung entnervte langsam die Bruchköbler Damen. Vor allem die ins kalte Wasser geworfene A-Jugendliche Marie Rieth wuchs in der Abwehr über sich hinaus. Sie agierte wie ein alter Hase und machte gemeinsam mit Michelle Schmitt die rechte Seite zu. Der Funke sprang nun auch auf den Angriff über. Langsam aber stetig schmolz der Vorsprung der Gastgeberinnen dahin. Auch eine grüne Karte konnte die Bürgler Mädels bei ihrer Aufholjagd nicht mehr stoppen. Und so geschah das Unglaubliche, an das keiner der mitgereisten Fans noch geglaubt hatte, Doch Todgeglaubte leben bekanntlich länger. Unter großen Jubel erzielte Samedina Memovic den Ausgleich (18:18) und kurz darauf traf sie sogar zur 19:20-Führung. In den letzten Minuten war es ein packendes und aufregendes Spiel. Beide Seiten hätten den berühmten Sack zu machen können, aber keiner nutzte die sich bietenden Chancen. Letztendlich konnte die SG Bruchköbel kurz vor Ende den entscheidenden und glücklichen Siegtreffer landen.

Trainer Kaiser nach dem Spiel: „Die Mannschaft packt es noch, dass ich bis zum Saisonende vollständig ergraut bin. Nach der äußerst schlechten Leistung in der ersten Spielhälfte, konnte man nich mit einer solchen Leistungsexplosion ausgehen. Man kann der Mannschaft daher nicht viel vorwerfen, denn wie sie sich am eigenen Schopf aus dem „Schlamassel“ herausgezogen hat, verdient Respekt. Daher ein riesiges Kompliment an das ganze Team, wie sie sich gegen das drohende Debakel gestemmt und am Ende unglücklich verloren hat. Ein Unentschieden wäre durchaus gerecht gewesen. Leider stehen wir wieder mit leeren Händen da“.

Am kommenden Wochenende stellen sich die Damen des TV Altenhasslau in der ESO-Sportfabrik vor. Im Hinspiel musste man sich geschlagen geben, denn der TV Altenhasslau gilt als äußerst heimstarke Mannschaft. In der Fremde zeigte man sich aber bislang noch nicht so stark. Dies gilt es auszunutzen und sich an seine eigenen Stärken zu erinnern. Gemeinsam mit der tollen Unterstützung der eigenen Fans sollte es möglich sein endlich die ersehnten ersten Punkte in 2020 zu ergattern. Das Spiel findet am Sonntag, 02.02.2020, um 17.30 Uhr statt. Liebe Fans kommt bitte reichlich in die ESO-Sportfabrik, denn zusammen schaffen wir es!!

TSG: D. Rieth, Schäfer; Berends, Herrmann, L. Hof, Mastroserio 5/2, Memovic 2, Oliger 4, Rauch 4, M. Rieth 1, C. Schmitt 2, M.Schmitt 2, Tatalovic 1, Tremmel.

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