Harmonische Übergabe des Vorsitzes im Handball-Bezirk

Bott kann immer auf Lebers Erfahrung zurückgreifen

Quelle: Offenbach-Post – 23.06.2021

Erwartungsgemäß harmonisch verlief der Handballtag des Bezirks Offenbach-Hanau in der Klein-Auheimer TSV-Halle. Philipp Bott (35/TSG Bürgel) trat die Nachfolge von Manfred Leber (57/Dreieich) als Bezirks-Vorsitzender an, der nach sieben Jahren nicht mehr für eine Wiederwahl kandidierte.

Offenbach – Leber bleibt dem Hessischen Handball-Verband aber als Klassenleiter der Oberliga und Landesligen der Männer sowie als Beisitzer im Bezirksportgericht erhalten. Erwartungsgemäß war auch die Wahl von Anna Hufnagel (SG Bruchköbel) als Nachfolgerin Botts als Jugendbezirkswart sowie das Votum für Wolfgang Wolter (TGS Niederrodenbach) als neuem Bezirkspressewart und Internetbeauftragten. Er folgt auf Claus Dillmann (Bad Homburg). Dagegen fand sich erneut kein Kandidat für den Posten des Schiedsrichterwarts.

„Es waren alle Vereine vertreten, das hatten wir selten“, lobt Leber das Interesse der 33 Klubs aus dem Bezirk sieben. Über seine Amtszeit sagt der Götzenhainer: „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich bin schon zu lange beim Handball dabei, um jetzt gar nichts mehr zu machen.“ Philipp Bott könne jederzeit auf seine Erfahrung zurückgreifen, bot Manfred Leber seinem Nachfolger die Unterstützung beikommenden Aufgaben an.

Bott war der einzige Kandidat für die Nachfolge Lebers. „Die Wahl ging reibungslos über die Bühne“, erklärt er. Der gebürtige Offenbacher wurde einstimmig gewählt. Philipp Bott, der bis auf einen Ausflug als Spieler und Jugendtrainer zur SG Dietesheim/Mühlheim von „Geburt an der TSG Bürgel verbunden“ ist, führte als Trainer die ersten Damen der TSG zur Meisterschaft in der Bezirksliga und der Bezirksoberliga, gab den Posten dann aber aus zeitlichen Gründen ab.

Schon als 16-Jähriger trainierte Bott seine erste Nachwuchsmannschaft, viele Jahre coachte er Teams der TSG. 2012 übernahm er erstmals als Klassenleiter eine Jugendliga. „Die Jugend liegt mir am Herzen“, betont er. Der Wechsel auf den Posten des Jugendbezirkswarts war daher die logische Konsequenz.

Trotz Pandemie kein gravierender Einbruch bei den Mannschaftsmeldungen und auch in seiner neuen Position will er sich verstärkt um den Nachwuchs kümmern. „Die Kooperation zwischen Vereinen und Schulen im Bezirk ist schon sehr gut“, sagt er. Dennoch hofft Bott, mit neuen Ideen die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und auch neue Vereine für diese Projekte zu gewinnen. Wichtig ist ihm die Transparenz der Arbeit, die der Bezirksausschuss leistet. „Wir wollen unsere Ideen mit den Vereinen diskutieren, um einen gemeinsamen Konsens zu finden.“

Ein Thema des Abends war auch das zukünftige Spielgeschehen im Bezirk in der Saison 2021/2022. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen werden die Bezirksoberliga sowie die Bezirksligen A jeweils in zwei Gruppen unterteilt, die Einteilung soll rasch veröffentlicht werden. Trotz der Pandemie gab es bei den Aktiven bei den Mannschaftsmeldungen „keinen gravierenden Einbruch“, zeigte sich der neue Bezirks-Vorsitzende zufrieden. Bei den Frauen blieb die Zahl gleich, bei den Männern waren es nur drei Meldungen weniger als zuletzt. Wie es bei der Jugend aussieht, ist noch nicht abzuschätzen, hier läuft die Anmeldefrist noch.