Bulls siegen gegen Baunatal | Kaiser behält die Nerven

Bericht aus der Offenbach-Post vom 28.11.2022

Zum dritten Mal hintereinander war ein Spiel der TSG eine ganz enge Kiste mit nur einem Tor Unterschied am Ende. Nach dem 30:29-Sieg in Dotzheim und der 22:23-Niederlage in Hüttenberg hatten die Offenbacher dieses Mal wieder das bessere Ende für sich. Rechte Freude wollte bei TSG-Trainer Marko Sokicic aber nicht aufkommen. „Unser Angriffsspiel war eine Katastrophe“, stellte er enttäuscht fest.

Die TSG schenkte gegen den Tabellenzwölften gleich 35 Bälle her. Neben 14 technischen Fehlern waren es sage und schreibe 21 frei verworfene Bälle. „Ich kann mich nicht erinnern, das schon einmal erlebt zu haben“, meinte Sokicic. Nachdem seine Spieler mehrfach am gegnerischen Torwart und an Latte oder Pfosten gescheitert waren, kam am Ende verständlicherweise auch noch Unsicherheit dazu. „Egal, wen ich eingewechselt habe – jeder hatte Probleme im Abschluss“, fügt der Coach hinzu. So schlecht die Leistung im Angriff auch war – in der Abwehr lief es dagegen ordentlich für die Hausherren.

Die ersten vier Gegentore ließ sich Bürgel zwar gleich in den Anfangsminuten einschenken (0:4), glich dann aber aus (7:7) und ging nach zwischenzeitlich erneutem Rückstand mit knapper 12:11-Führung in die Halbzeit. Es ging ausgeglichen in die zweite Hälfte, in der sich die Sokicic-Schützlinge auf 19:16 absetzten. Es blieb aber bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen, Timo Kaiser erlöste Mannschaft und Fans durch einen verwandelten Siebenmeter in der Schlusssekunde. „Jeder soll sich Gedanken darüber machen, was wir besser machen können“, fordert Sokicic: „So wollen wir uns nicht präsentieren.“

Spielfilm: 0:4 (9.), 7:7 (23.), 8:11 (26.), 12:11 – 15:16 (41.), 19:16 (45.), 22:19 (49.), 22:23 (55.), 25:25 (60.), 26:25

Bulls: Bolling, Hoppenstaedt; Hoffmann (3), Eck (5), Röll (2), Kosch, Bogdanic, Kretschmann (3), Wagenknecht, Lenort (3), Cohen (6), Schlereth, T. Kaiser (4/1)