Die TSG Offenbach-Bürgel hat im ersten Heimspiel der neuen Regionalliga-Saison einen möglichen Sieg aus der Hand gegeben. Gegen die TuSpo Obernburg kamen die Bulls in der heimischen Sportfabrik nicht über ein 35:35-Unentschieden hinaus. Besonders ärgerlich: In der zweiten Halbzeit führte Bürgel zwischenzeitlich zweimal mit sechs sowie einmal mit fünf Toren, schaffte es jedoch nicht, den Sack zuzumachen.
Nach dem knappen Auftakterfolg in Breckenheim wollte die TSG vor heimischem Publikum nachlegen. Doch von Beginn an fehlte es den Bulls an der nötigen Konsequenz und Konzentration. Vor allem im Angriff leistete sich Bürgel zu viele technische Fehler. Ballverluste und ungenaue Aktionen luden Obernburg immer wieder zu einfachen Gegenstößen ein.
Auch in den eigenen Abläufen schlichen sich auf Seiten der TSG zu viele Fehler ein. Im Angriff fehlte phasenweise die nötige Struktur, noch deutlicher zeigten sich die Probleme jedoch in der Defensive. Abstimmungs- und Systemfehler sorgten immer wieder für große Lücken und ermöglichten den Gästen zu viele einfache Abschlüsse.
Dass die Bulls dennoch die Chance hatten, die Partie frühzeitig für sich zu entscheiden, lag vor allem an einer deutlich stärkeren Phase nach dem Seitenwechsel. Bürgel erspielte sich mehrfach einen komfortablen Vorsprung und führte in der zweiten Halbzeit zweimal mit sechs Toren sowie einmal mit fünf Treffern. Eigentlich beste Voraussetzungen, um das Spiel zu kontrollieren und die beiden Punkte in der Sportfabrik zu behalten.
Doch genau das gelang nicht. Statt den Vorsprung souverän zu verwalten, ließ die TSG den Gegner durch eigene Fehler immer wieder zurück ins Spiel kommen. Technische Fehler im Angriff führten zu schnellen Gegentoren, gleichzeitig fehlte in der Defensive weiterhin die nötige Stabilität. Obernburg nutzte diese Schwächephase konsequent und arbeitete sich Tor um Tor heran.
Ein wichtiger Rückhalt war dabei Saad Khan. Der Bürgeler Torhüter erwischte einen guten Abend und verhinderte mit mehreren Paraden noch Schlimmeres. Zu häufig wurde er von seinen Vorderleuten allerdings im Stich gelassen und musste sich nach Ballverlusten oder Fehlern in der Abwehr freien Abschlüssen der Gäste entgegenstellen.
So wurde aus einer zwischenzeitlich komfortablen Führung eine völlig offene Schlussphase. Die Bulls verpassten es, den Sack zuzumachen, während Obernburg bis zum Ende an seine Chance glaubte. Schließlich stand ein 35:35 auf der Anzeigetafel – ein Punktgewinn für die Gäste, der sich für die TSG angesichts des Spielverlaufs eher wie ein verlorener Punkt anfühlen dürfte.
Für Bürgel gilt es nun, die richtigen Schlüsse aus der Partie zu ziehen. Die Partie macht deutlich, dass es auf diesem Niveau nicht reicht, nur phasenweise zu überzeugen. Zu viele technische Fehler, fehlende Konsequenz und Probleme in den eigenen Abläufen verhinderten am Ende den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel.
Weiter geht es für die Bulls am kommenden Samstag auswärts in Vellmar. Anwurf in der Großsporthalle Vellmar ist um 19.30 Uhr.




