Realitätscheck in Bruchköbel: Damen I müssen Lehrgeld zahlen

Nach einem perfekten Saisonstart mit zwei überzeugenden Siegen gegen die Aufsteiger wartete am Sonntagnachmittag in der Dreispitzhalle die erste echte Standortbestimmung auf unsere Damenmannschaft: Mit der SG Bruchköbel ging es gegen den Vizemeister der Vorsaison – und das Spiel entwickelte sich zu dem erwartet harten Prüfstein, der uns am Ende deutlich die Grenzen aufzeigte.

Die Partie begann denkbar ungünstig für die TSG. Gegen die körperlich präsente und gut gestaffelte Abwehr der Gastgeberinnen fanden wir im Angriffsspiel zunächst überhaupt keine Lösungen. Im eigenen Defensivverbund agierten wir gleichzeitig zu passiv und ließen die nötige Aggressivität vermissen, um den gegnerischen Spielaufbau frühzeitig zu stören. Bruchköbel nutzte dies eiskalt aus und zog über 3:0 (4.) und 6:0 (12.) schnell davon.

Auch von der Siebenmeterlinie blieb das Wurfglück in der Anfangsphase aus. Erst in der 13. Spielminute erlöste Mira Büdel die TSG per Strafwurf mit dem ersten Treffer zum 6:1. Zwar gelang es im weiteren Verlauf, vereinzelt Akzente zu setzen, doch Bruchköbel kontrollierte das Tempo und bestrafte Ballverluste konsequent. Folgerichtig ging es mit einem deutlichen 18:7-Rückstand in die Kabine.

In der Pause war die Marschroute klar: Das bisherige Spiel abhaken, den Kopf oben behalten und eine deutliche Leistungssteigerung auf die Platte bringen. Dieses Vorhaben setzte das Team über weite Strecken der zweiten Halbzeit auch um.

Die TSG trat nun deutlich mutiger und entschlossener auf. Im Angriff wurden die Chancen konsequenter herausgespielt, und Mira Büdel zeigte sich vom Punkt nervenstark (insgesamt 7 Treffer, davon 6 Siebenmeter). Über Treffer von Ivana Tatalovic und Melanie Pieper kämpften wir uns zwischenzeitlich auf 24:15 (44.) heran. Das Team ließ sich zu keinem Zeitpunkt hängen und hielt kämpferisch dagegen. Erst in den Schlussminuten baute Bruchköbel den Vorsprung durch schnelles Umschaltspiel nochmals weiter aus, sodass am Ende eine deutliche 35:19-Niederlage auf der Anzeigetafel stand.

Bruchköbel hat uns an diesem Tag eindrucksvoll aufgezeigt, welches Niveau, welche Härte und welches Tempo nötig sind, um in der Spitzengruppe der Bezirksoberliga mitzuspielen. Auch wenn die Niederlage deutlich ausfällt, nehmen wir die positive Reaktion und Moral aus der zweiten Halbzeit mit. Aus den aufgezeigten Schwachstellen gilt es nun im Training die richtigen Schlüsse zu ziehen, um im nächsten Heimspiel wieder voll anzugreifen.

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