Remis in Bürgel: Petterweil trifft in letzter Sekunde

Die Partie begann vielversprechend für Bürgel. Die Bulls fanden gut ins Spiel und setzten sich früh mit 3:1 ab. Doch die Gäste aus Petterweil zeigten sich unbeeindruckt, glichen schnell zum 3:3 aus und hielten das Spiel in der Anfangsphase offen. Bis zum 9:9 entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der Bürgel sich im Angriff schwer tat aber vor allem über sein Tempospiel immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr fand.

Doch dann riss der Faden im Angriffsspiel der Hausherren komplett. Zu viele technische Fehler und überhastete Abschlüsse luden Petterweil regelrecht zu einfachen Gegenstoßtoren ein. Gleichzeitig ließ die Konsequenz in der Defensive spürbar nach. Härte, Abstimmung und Einsatzbereitschaft – all das vermisste man im Bürgeler Abwehrverbund zunehmend. Die Folge: Petterweil setzte sich zwischenzeitlich auf sechs Tore ab.

Immerhin bewiesen die Bulls Moral und kämpften sich bis zur Pause wieder heran. Beim Stand von 18:21 war die Partie zur Halbzeit wieder halbwegs offen.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Bürgel dann deutlich besser – vor allem in der Defensive. Aggressiver, kompakter und mit deutlich mehr gegenseitiger Unterstützung zwang man Petterweil nun zu langen, kräftezehrenden Angriffen. Gleichzeitig sorgte der pfeilschnelle Linksaußen Jonas Schlereth mit zwei Gegenstoßtoren in Folge für den Anschluss. In der 38. Minute war das Spiel wieder komplett offen – und Bürgel legte sogar nach.

Angetrieben von der verbesserten Abwehrarbeit gingen die Bulls im weiteren Verlauf mit drei Toren in Führung und hatten das Spiel scheinbar unter Kontrolle. Doch genau in dieser Phase zeigte sich die fehlende Cleverness der Gastgeber. Selbst in Überzahlsituationen gelang es zu selten, klare Chancen herauszuspielen oder konsequent zu verwerten.

So blieb Petterweil im Spiel – und sollte am Ende eiskalt zuschlagen. Fünf Sekunden vor Schluss nutzten die Gäste eine Überzahlsituation im Sieben-gegen-Sechs und erzielten per Rückraumwurf den 32:32-Ausgleich. Der letzte Angriff der Bulls nach einer Auszeit blieb ohne Erfolg.

Die Enttäuschung bei Bürgel war entsprechend groß. Spielertrainer Nico Büdel fand deutliche Worte:
„Das war heute in vielen Bereichen einfach zu wenig. 21 Gegentore in Halbzeit eins sprechen eine klare Sprache. Positiv ist, dass wir Moral gezeigt und uns zurückgekämpft haben. Trotzdem sind wir enttäuscht, dass wir unser Heimspiel nicht gewonnen haben.“

Nach der Osterpause geht es für die TSG Offenbach-Bürgel vor heimischem Publikum weiter. Dann ist die SG Bruchköbel zu Gast.

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